Im Jahr 2026 tritt der DDR-Speichermarkt in einen angebotsgetriebenen strukturellen Superzyklus ein, mit einer Angebotslücke von 7,1 %, die sich vor allem im Serversegment bemerkbar macht. Es kommt zu einer grundlegenden Verschiebung der Nachfragestruktur: Der Serversektor macht 45 % des Marktes aus, da der Speicherverbrauch von KI-Servern jährlich um 40–50 % steigt und hochdichter DDR5-Speicher zum wichtigsten Wachstumstreiber wird. Gleichzeitig hält das PC-Segment nur noch einen Anteil von 10 %, und das Wachstum von mobilem DRAM verlangsamt sich deutlich. Führende Hersteller verlagern über 70 % ihrer High-End-Kapazitäten auf HBM und DDR5, was zu einer kontinuierlichen Verknappung des DDR4-Angebots führt.
Das Zeitfenster für die Lokalisierung von Speicherlösungen öffnet sich: ChangXin Memory Technologies treibt die Kundenverifizierung von DDR5 voran und peilt einen Marktanteil von über 5 % an. Unternehmen wie GigaDevice und Longsys unternehmen Anstrengungen entlang verschiedener Wertschöpfungsketten. Zu den günstigen Faktoren zählen staatliche Fördergelder und die Bereitschaft der nachgelagerten Beschaffungsunternehmen, doch Engpässe wie das Embargo für EUV-Lithografiemaschinen bestehen weiterhin und erschweren den Durchbruch im High-End-Markt.