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Deutschlands Elektro- und Digitalindustrie wird 2026 wieder wachsen.

Laut der Jahrespressekonferenz des Bundesverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (ZVEI) wird die deutsche Elektro- und Digitalindustrie nach drei Jahren Stagnation und Rückgang voraussichtlich 2026 erstmals wieder wachsen. Die reale Produktion soll im Jahresvergleich um 2 % steigen, womit der anhaltende Abwärtstrend der Branche beendet und die Gesamtlage stabilisiert wird. Diese Erholung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher strategischer Anpassungen, erhöhter Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie einer optimierten Produktstruktur der Unternehmen. In den vergangenen drei Jahren stand die deutsche Elektro- und Digitalindustrie vor großen Herausforderungen, die von Faktoren wie globalen Lieferkettenunterbrechungen, stark steigenden Energiepreisen und zunehmendem Inflationsdruck geprägt waren. 2023 und 2024 ging die reale Produktion der Branche im Jahresvergleich um 3,2 % bzw. 1,8 % zurück. Viele Unternehmen hatten mit Problemen wie Auftragsrückgängen, steigenden Kosten und ungenutzten Produktionskapazitäten zu kämpfen, und einige kleine und mittlere Unternehmen gerieten sogar in operative Schwierigkeiten. Zur Bewältigung der Krise hat die deutsche Regierung eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen eingeführt, darunter die Bereitstellung von Forschungs- und Entwicklungszuschüssen, die Senkung der Unternehmenssteuern und die Optimierung der Energieversorgung, um den Industrieunternehmen zu helfen, die Schwierigkeiten zu überwinden und eine politische Grundlage für die Erholung im Jahr 2026 zu schaffen.

 主图Deutsche Fertigungswerkstatt

Detaillierte Daten zeigendass Deutschlands Elektro- und Digitalindustrie Die Branche zeigte 2025 Anzeichen einer Erholung, wobei die nominalen Einkommen aus Waren und Dienstleistungen als erstes wieder positiv ausfielen. Die jährlichen Einkommen werden voraussichtlich 226 Milliarden Euro erreichen, ein Anstieg von 2,7 % gegenüber 220 Milliarden Euro im Jahr 2024. Besonders stark wuchsen die Einkommen aus digitalen Produkten und Dienstleistungen mit einem Plus von 5,3 % gegenüber dem Vorjahr und wurden zum Haupttreiber des Branchenwachstums. Die Beschäftigungslage blieb relativ stabil. Ende November 2025 lag die Zahl der Beschäftigten in der Branche bei etwas über 877.000, ein Rückgang von 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang fiel jedoch deutlich geringer aus als die Markterwartung von 3,5 %. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Unternehmen die Beschäftigungslage durch eine Optimierung der Personalstruktur und die Erschließung neuer Märkte effektiv stabilisierten. Gleichzeitig stieg die Gesamtzahl der Neuaufträge in der Branche im Jahr 2025 um 5 %, wobei die Aufträge aus dem Industriesektor um 7,2 % zunahmen. Insbesondere in Segmenten wie Automobilelektronik und Industrieautomation legten die Aufträge deutlich zu und bildeten damit eine solide Grundlage für die Erholung im Jahr 2026. Darüber hinaus verbesserte sich die Rentabilität der Industrieunternehmen schrittweise. Die durchschnittliche Gewinnmarge der Branche erreichte 2025 4,8 %, ein Anstieg um 0,6 Prozentpunkte gegenüber 2024, und das Vertrauen der Unternehmen in ihre Geschäftstätigkeit erholte sich weiter.

Deutsche Elektroprodukte erzielten im Export dank ihrer hervorragenden Qualität und technologischen Vorteile gute Ergebnisse. Von Januar bis November 2025 stiegen die Exporte (einschließlich Re-Exporte) im Jahresvergleich um 4,6 % auf 236,2 Milliarden Euro. Das Exportvolumen verzeichnete damit acht Monate in Folge ein positives Wachstum. Das Exportwachstum in den EU-Binnenmarkt und nach Großbritannien bildete mit einem Plus von 6,8 % gegenüber dem Vorjahr und einem Anteil von 62 % am Gesamtexportvolumen die tragende Säule dieser Entwicklung und kompensierte den Rückgang der Exporte in die USA und nach China. Aufgrund von Veränderungen im globalen Handelsumfeld sanken die deutschen Exporte von Elektroprodukten in die USA und nach China im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 % bzw. 1,5 %. Betrachtet man die Exportproduktstruktur, so verzeichneten Produkte mit hoher Wertschöpfung wie High-End-Elektrogeräte, industrielle Automatisierungssysteme und intelligente Sensoren ein starkes Wachstum mit einem Plus von 8,3 % gegenüber dem Vorjahr. Dies unterstreicht die technologische Stärke der deutschen Elektro- und Digitalindustrie. Die Kapazitätsauslastung der Branche liegt aktuell bei 78 % und damit 4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Sie liegt jedoch noch unter dem langjährigen Durchschnitt von 83 %, was auf ein weiterhin hohes Wachstumspotenzial hindeutet. Mit dem kontinuierlichen Auftragsanstieg dürfte sich die Kapazitätsauslastung weiter verbessern.

 Deutsche Marke Bosch

Jörg Koch, Vorsitzender des ZVEI, betonte auf der Pressekonferenz, dass industrielle künstliche Intelligenz (KI) die zentrale Wachstumschance für die deutsche Elektro- und Digitalwirtschaft darstellt, um eine nachhaltige Erholung zu erzielen und die globale Wettbewerbsfähigkeit zu festigen. Sie sei zudem die Kernrichtung der zukünftigen Branchenentwicklung. Deutsche Unternehmen verfügen dank ihrer umfassenden technologischen Expertise über einen Pionier-Vorteil im Bereich industrieller KI-Anwendungen, insbesondere in Segmenten wie Industrieautomation, intelligenter Fertigung und Präzisionsrechnen. Ihre industriellen Rechen- und Optimierungsmodelle können mit präzisen Industriedaten trainiert werden, anstatt auf die von US-amerikanischen und chinesischen Unternehmen dominierten großen Sprachmodelle zurückzugreifen. Diese KI-Anwendung, die auf industriellen Szenarien basiert, ist zielgerichteter und praxisorientierter und kann die Produktionseffizienz effektiv steigern, die Produktionskosten senken und die Produktqualität optimieren. Laut Prognose des Fraunhofer-Instituts in Deutschland wird Deutschland bis 2035 im Bereich der industriellen KI voraussichtlich 144 Milliarden Euro an Wertschöpfung generieren, den Gesamtproduktionswert der Branche um mehr als 30 % steigern und zahlreiche hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Darüber hinaus fordert der Verband die EU auf, das „KI-Gesetz“ zu überarbeiten und industrielle KI-Anwendungen von strengen Regulierungen auszunehmen, um die Beschränkungen für industrielle Innovationen zu lockern, übermäßige Regulierungen zu vermeiden, die die technologische Forschung und Entwicklung sowie die Marktexpansion von Unternehmen behindern, und um der deutschen industriellen KI-Industrie zu helfen, ihre weltweit führende Position zu behaupten.


Veröffentlichungsdatum: 18. April 2026